Samstag, 9. Mai 2009

begegnungen

ein paar tage nicht geschrieben und ich weiss schon nicht, wo anfangen. ich hatte eine sehr schöne und erlebnisreiche woche. endlich habe ich im studentenheim einige austauschstudenten kennengerlent. aus deutschland, österreich, polen und china. sind alle sehr nett und kontakfreudig. heute sind wir dann zu fünft in die stadt gegangen, um dort den „tag des sieges“ zu feiern. sieg russlands über deutschland im 2. weltkrieg. nach silvester ist das der beliebteste und wichtigste feiertag für die russen. und das habe ich auch auf der strasse gespürt. tausende von menschen kamen zum kirow-platz, um die riesige militärparade zu sehen. danach war überall in der stadt viel los. am abend sind wir dann chinesisch essen gegangen. na ja. gewöhnungsbedürftig. frage: wie bereitet man ein huhn zu? man nehme ein entfedertes huhn, man nehme ein scharfes messer und dann schnipp schnapp und ab damit in den topf. resultat: mehr knochen als fleisch. das gleiche beim fisch. aber ansonsten wäre es echt lecker gewesen. hier muss man sich einfach daran gewöhnen, nie wissen zu wollen, was man da genau isst. so geht’s viel einfacher.

ansonsten hatte ich ein paar wirklich schöne begegnungen:

- ich habe nun endlich ein eigenes internet-modem, das über die sim-karte läuft. leider funktionierte das am anfang überhaupt nicht. also ging ich in einen laden, wo ich bereits einige tage zuvor war, und fragte dort nach, ob mir da jemand helfen könnte. eine ganze stunde hat sich ein junger herr mit englischkenntnissen um mein problem gekümmert. er hat im internet recherchiert, programmiert, einen code geknackt und siehe da, es hat funktioniert. und ich habe nicht einmal bezahlen müssen. einfach nur nett.

- eines abends als ich nach hause wollte, bin ich in den falschen bus gestiegen. als ich plötzlich am flughafen war, habe ich den chauffeur dann gefragt, wohin dieser bus fährt. endstation. er hat mich dann aber sofort an die hand gepackt, mich zur richtigen haltestelle geführt und dann von seinem bus aus gehupt, als der richtige bus ankam. und auch er wollte mein fahrgeld nicht annehmen.

das sind nur zwei von x beispielen. hier in sibirien sind die leute wirklich sehr hilfsbereit. auch wenn sie mich nie verstehen und ich sie auch nicht, sie geben nicht auf, bis das problem gelöst ist.

hier noch ein paar eindrücke:





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